Armsheim einst und jetzt
Hatten wir zuletzt einen Blick auf den Pfälzer Hof geworfen, so wollen wir nunmehr den Blick auf unser Rathaus richten um das ja schließlich schon der "Kampf" entbrannt ist.
|
 Rathaus 1934
 So sieht es hier heute aus
|
Die Aufnahme zeigt das heutige Rathaus (damals war es ein Wohnhaus) im Jahr 1934. Rechts vom Rathaus verlief der Mühlgraben (heute ein Fußweg, im Volksmund Lotharpassage, gemeint ist der Altbürgermeister Lothar Müller, genannt.) Das Mäuerchen, welches wohl einen Sturz in den Graben verhindern sollte, ist natürlich längst verschwunden. Nun aber zum Rathaus selbst: Das Vorgängergebäude wurde um 1700 komplett zerstört. Bereits 1701 wurde als erstes die Scheune (heute Bürgerhaus) wieder aufgebaut. Das Wohngebäude stammt aus dem Jahr 1750 und wurde von einem Hannes Schäfer erbaut. Die gesamte Anlage war ursprünglich als fränkisch/rheinhessische Hofreite konzipiert. Bemerkenswert ist der sog. Spotterker, der von drei Steinköpfen (zwei Löwenköpfe sowie ein Frauenkopf) getragen wird. 1934 macht das spätere Rathaus eher einen maroden Eindruck, wie die gesamte Umgebung. Man beachte den Schutthaufen im Mühlgraben und den eher beklagenswerten Zustand der Bahnhofstraße. In der 1960er Jahren wurde das Gebäude von den damaligen Besitzern, Anna Schnell, geb. Göttelmann, Mathilde Braun, geb. Göttelmann und die Söhne von Frau Braun, der Gemeinde geschenkt. So steht es auf einer kleinen Bronzetafel neben der Eingangstür. Das Hoftor ist mittlerweile verschwunden, ebenso die beiden Kamine. Hinzu kam dann eine Sirene. Nach der Renovierung wurde es dann zum Rathaus umgewidmet. Seit 1984 ist die Scheune nunmehr unser Bürgerhaus. |